Kultroman aus den Niederlanden im R² - J.J. Voskuil: »Das Büro« - Ein Abend mit Gerd Busse (Übersetzer), Ulrich Faure (Lektor) & Wolfgang Schiffer (deutsche Stimme Voskuils)

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Datum: 
Dienstag, 30. Oktober 2018
Zeit: 
20:00
Ort: 
Buchhandlung R² / Holzgasse 45 / D-53721 Siegburg / 45@bvb-remmel.de

 

Haben Sie sich auch schon gefragt: Wie wird eigentlich gearbeitet hinter den Bürotüren eines wissenschaftlichen Instituts? Im Roman »Das Büro« von J.J. Voskuil können Sie es nachlesen. Der Roman schildert Leben und Arbeiten des wissenschaftlichen Angestellten Maarten Koning im Amsterdamer Institut für Volkskultur von 1957 bis in die 1980er Jahre. Es geht um Zuspätkommen und Kaffeepausen, um Kompetenzstreitigkeiten, Bürotratsch, Wehwehchen und nicht zuletzt um gegenseitige Verdächtigungen und Intrigen. Maarten verbringt seine Tage mit dem Anlegen von Karteikarten über alles, was er nicht versteht und von dem er hofft, es später vielleicht doch einmal zu verstehen. Er langweilt sich auf zahllosen Sitzungen wissenschaftlicher Kommissionen oder Arbeitsgruppen, wo er den Wissenschaftler geben muss - und hadert derweil mit seinem Schicksal. Voskuil schildert mit großer Detailfreude den Büroalltag mit all seinen Absurditäten. Gerade weil man vieles aus dem eigenen Alltag wiedererkennt, wird die Lektüre zu einem süchtig machenden Vergnügen! J.J. Voskuils siebenbändiger Roman »Das Büro« (»Het Bureau«) wurde in den Niederlanden zum Kult und mit über 400.000 verkauften Exemplaren ein Bestseller. Auch hierzulande hat sich bereits eine stetig wachsende Fangemeinde gebildet. Alle Bände sind von Gerd Busse ins Deutsche übertragen worden und im Verbrecher Verlag erschienen.

Johannes Jacobus Voskuil, geboren 1926 in Den Haag, war ein niederländischer Volkskundler. Bereits 1963 veröffentlichte er seinen ersten Roman, doch zur Berühmtheit der niederländischen Literatur wurde er erst mit dem Romanzyklus „Das Büro“, dessen erster Teil 1996 und dessen letzter 2000 erschien. Er wurde 1997 mit dem Ferdinand Bordewijk Prijs und 1998 mit dem Libris Prize ausgezeichnet. 2008 starb Voskuil in Amsterdam.

 

Pressestimmen (Auswahl):

 

Als Amerikaner wäre Voskuil für den Nobelpreis vorgeschlagen worden, aber als Amerikaner hätte er dieses abgründige, erschütternde und zugleich urkomische Opus magnum aus der Welt der Geisteswissenschaften eben auch nicht schreiben können.

Dirk Schümer / Frankfurter Allgemeine Zeitung (über Band 1)

 

Voskuils Epos über die Welt der Angestellten gewinnt seinen Reiz [...] aus der absurden Komik, die in jeder bürotypischen Kommunikation liegt. Man muss kein Niederländer sein, um das zu verstehen, um sich köstlich zu amüsieren und ungeduldig auf weitere Bürogeschichten von J. J. Voskuil zu warten.

Katharina Borchardt / Deutschlandradio Kultur (über Band 2)

 

Das ist alles urkomisch zu lesen und gleichzeitig bleibt einem manchmal das Lachen im Halse stecken, weil man den Spiegel vorgehalten bekommt und an seinen eigenen Büroalltag denken muss. [...] Es ist ein einzigartiges Zeit- und Mentalitätsgemälde von den 50ern bis in die 80er Jahre, aber dabei zeitlos und aktuell.

Nicola Steiner / SRF Literaturclub (über Band 1-3)

 

Es ist ein Leseerlebnis, es ist etwas Besonderes.

Eva Karnofsky / SWR 2 - Forum Buch (über Band 4)

 

Voskuil macht keine billigen Scherze über das Büro, nichts liegt ihm ferner als in Stromberg-Manier sein Personal in Knallchargen zu verwandeln. Er liebt die Leute, noch während er den Kopf über sie schüttelt. [...] Ein ums andere Mal wird man eingesaugt in diese Gegengegenwart, hält die langweiligsten Dialoge aus, schüttelt sich, erkennt sich, lacht und staunt. Das bin ja ich.

Elmar Krekeler / DIE WELT

Preis: 
14,- Euro (Karten und -vorbestellung ab jetzt in der Buchhandlung: 45@bvb-remmel.de)